Häufige Fragen zum Schimmelgutachten München
Alles, was Sie über Schimmelgutachten wissen müssen — von Kosten und Ablauf über Mietrecht und Versicherung bis zur Laboranalyse. Haben Sie eine weitere Frage? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.
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Muss ich Asbest sanieren lassen, auch wenn er in gutem Zustand ist?
Das hängt von der Bindung ab. Fest gebundener Asbest (z. B. intakte Asbestzement-Platten) muss nicht zwingend sofort entfernt werden, solange er unbeschädigt bleibt — sobald er bearbeitet, gebohrt oder beschädigt wird, werden Fasern frei. Bei schwach gebundenem Asbest (Spritzasbest, bestimmte Dämmungen, Dringlichkeitsstufe I) besteht hingegen Sanierungspflicht, weil schon geringe Erschütterung Fasern freisetzt. Wir bewerten den Zustand vor Ort, ordnen ihn der Dringlichkeitsstufe zu und empfehlen nur, was wirklich nötig ist.
Wer zahlt die Asbestsanierung — ich oder die Versicherung?
In der Regel trägt der Eigentümer die Kosten, denn Asbest gilt als bekannter Baustoffmangel und nicht als plötzliches Schadenereignis. Die Gebäude- oder Hausratversicherung springt meist nur ein, wenn die Asbestfreisetzung Folge eines versicherten Schadens ist (z. B. Brand oder Sturm, der ein Asbestdach zerstört). Bei vermieteten Objekten ist der Vermieter im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht zuständig. Sanierungskosten am selbstgenutzten Eigenheim können unter Umständen steuerlich geltend gemacht werden. Wir dokumentieren versicherungskonform, falls ein Schadenereignis vorliegt.
Was kostet eine Asbestsanierung in München?
Das hängt stark von Material und Bindung ab. Eine Probennahme kostet 80–150 € plus 80–200 € Laboranalyse je Probe. Die Sanierung fest gebundener Produkte (Asbestzement-Dach/Fassade) liegt bei 30–80 €/m², schwach gebundener Produkte (Spritzasbest, Kleber, Dämmung) bei 100–350 €/m². Ein typisches Einfamilienhaus-Dach mit rund 120 m² kostet inklusive Gerüst, Rückbau, Entsorgung und Neueindeckung etwa 8.000–20.000 €. Hinzu kommen Deponiegebühren von 150–500 € pro Tonne. Wir nennen Ihnen diese Rahmen vorab und erstellen nach der Begehung ein verbindliches Festpreis-Angebot.
Wie erkenne ich Asbest in meiner Wohnung oder auf meinem Dach?
Sicher erkennen lässt sich Asbest nur durch eine Laboranalyse — mit bloßem Auge ist er nicht eindeutig zu identifizieren. Verdächtig sind aber typische Baustoffe aus den Baujahren bis Anfang der 1990er: graue Wellplatten und Fassadenplatten (Eternit), Bodenbeläge und Fliesenkleber, Spachtelmassen, Fensterbankprofile, Nachtspeicheröfen und bestimmte Dämmungen. Wenn Ihr Gebäude zwischen 1955 und 1990 errichtet wurde, ist Asbest wahrscheinlich. Bohren oder reißen Sie verdächtiges Material keinesfalls an — rufen Sie uns für eine fachgerechte Probennahme an.
Was ist der Unterschied zwischen fest und schwach gebundenem Asbest?
Bei fest gebundenem Asbest (z. B. Asbestzement / Eternit) sind die Fasern fest in eine Trägermasse eingebunden; solange das Material intakt ist, werden kaum Fasern frei. Bei schwach gebundenem Asbest (Spritzasbest, Leichtbauplatten, manche Dämmungen) liegt ein hoher Faseranteil locker vor — schon geringe Erschütterung setzt große Mengen frei. Schwach gebundener Asbest ist deshalb deutlich gefährlicher, erfordert eine schwarze Zone unter Unterdruck und eine Pflicht-Freimessung danach, und ist entsprechend teurer in der Sanierung.
Was ist eine Probennahme und wie läuft sie ab?
Bei der Probennahme entnimmt ein zertifizierter Sachkundiger unter Schutzmaßnahmen eine kleine Menge des verdächtigen Materials und verschließt sie staubdicht. Die Probe geht an ein akkreditiertes Labor, das mit Polarisationsmikroskopie (oder bei Bedarf Elektronenmikroskopie) feststellt, ob und welche Asbestart enthalten ist. Das Ergebnis liegt in der Regel nach 3–7 Werktagen vor. Erst auf dieser Grundlage planen wir die Sanierung — oder geben Entwarnung, falls kein Asbest enthalten ist. Die Probennahme kostet 80–150 €, die Analyse 80–200 € je Probe.
Welche Zulassung braucht eine Asbestsanierungsfirma in München?
Eine Asbestsanierungsfirma muss ein behördlich zugelassener Fachbetrieb nach TRGS 519 sein und über Personal mit Sachkundenachweis nach Anlage 4c verfügen. Vor jeder Sanierung ist die Maßnahme der zuständigen Behörde — in München die Regierung von Oberbayern, Gewerbeaufsichtsamt Dezernat G21 — sowie der BG BAU anzuzeigen, in der Regel sieben Tage vor Baubeginn. Achten Sie darauf, dass ein Betrieb diese Zulassung und Meldepraxis konkret nennen kann. Wir arbeiten genau nach diesem Standard und legen die Nachweise offen.
Was ist ein Entsorgungsnachweis und brauche ich ihn?
Der Entsorgungsnachweis dokumentiert lückenlos, dass der asbesthaltige Abfall fachgerecht und auf einer zugelassenen Deponie entsorgt wurde — von der Probennahme über die Behördenmeldung bis zur Abnahme. Sie brauchen ihn aus mehreren Gründen: als Nachweis gegenüber Behörden, für die Versicherung und vor allem beim späteren Verkauf der Immobilie, weil Käufer und deren Banken zunehmend einen Asbest-Nachweis verlangen. Wir übergeben Ihnen die vollständige Dokumentationskette inklusive Freimessprotokoll zum Abschluss — das bietet im Markt kaum jemand so transparent an.
Wie lange dauert eine Asbestsanierung?
Das hängt von Umfang und Bindung ab. Der Ausbau eines Nachtspeicherofens ist an einem Tag erledigt. Eine Asbestzement-Dachsanierung am Einfamilienhaus dauert je nach Größe und Witterung meist mehrere Tage bis gut eine Woche inklusive Gerüst und Neueindeckung. Eine Innenraum-Sanierung von schwach gebundenem Asbest mit schwarzer Zone, Unterdruckhaltung und anschließender Freimessung kann ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen, weil das Abschotten und die Messung Zeit brauchen. Den verbindlichen Zeitrahmen nennen wir nach der Begehung.
Darf ich Asbest selbst entfernen?
Nein. Das eigenmächtige Entfernen von schwach gebundenem Asbest ist verboten und strafbar (§ 20 GefStoffV), und auch bei fest gebundenen Produkten sind die zulässigen Eigenleistungen extrem eng begrenzt und ohne Sachkunde praktisch ausgeschlossen. Wer ohne Zulassung saniert, riskiert Bußgelder, gesundheitliche Schäden für sich und andere und macht jede spätere ordnungsgemäße Dokumentation unmöglich. Die freigesetzten Fasern verbleiben zudem in der Wohnung. Überlassen Sie Asbest immer einem zugelassenen Fachbetrieb — schon die Probennahme gehört in Fachhände.
Was ist eine Freimessung und muss sie nach jeder Sanierung gemacht werden?
Die Freimessung ist eine Raumluftmessung nach der Sanierung, die belegt, dass die Faserkonzentration wieder unter dem zulässigen Grenzwert liegt und der Raum gefahrlos genutzt werden kann. Sie wird nach TRGS 519 in Verbindung mit VDI 3492 durchgeführt. Pflicht ist sie insbesondere nach der Sanierung schwach gebundener Produkte in Innenräumen. Erst das Freimessprotokoll gibt den Raum offiziell frei — es ist Teil Ihrer Dokumentation und kostet je nach Aufwand 200–600 €. Wir führen die Freimessung über ein unabhängiges, akkreditiertes Labor durch.
Ich kaufe ein Haus Baujahr 1970 — was muss ich wegen Asbest wissen?
Gebäude der Baujahre 1955 bis Anfang der 1990er enthalten mit hoher Wahrscheinlichkeit asbesthaltige Baustoffe — Dach- und Fassadenplatten, Bodenkleber, Spachtelmassen, Nachtspeicheröfen. Vor dem Kauf lohnt sich eine Begehung mit Probennahme: Sie wissen dann, ob und welche Sanierung ansteht, können die Kosten in die Kaufverhandlung einbeziehen und vermeiden böse Überraschungen. Auch finanzierende Banken fragen Asbest zunehmend ab. Wir bieten für genau dieses Szenario eine zügige Begehung mit Kostenschätzung an — sprechen Sie uns auf den Hauskauf an.
Gilt die Asbestsanierungspflicht auch für Vermieter?
Ja. Vermieter trifft eine Verkehrssicherungspflicht: Geht von asbesthaltigen Bauteilen eine Gefahr für die Mieter aus — etwa weil schwach gebundener Asbest freiliegt oder beschädigt ist — muss der Vermieter handeln. Wird Asbest bei Renovierungs- oder Instandhaltungsarbeiten in der vermieteten Wohnung berührt, ist ohnehin ein Fachbetrieb einzuschalten. Mieter haben bei berechtigter Gesundheitsgefahr unter Umständen ein Recht auf Mietminderung. Wir bewerten die Situation neutral und dokumentieren sie so, dass die Verantwortung klar zugeordnet werden kann.
Was passiert, wenn ich Asbest ignoriere?
Asbest verschwindet nicht von selbst, und das Risiko bleibt über Jahrzehnte bestehen: Eingeatmete Fasern können nach 20–50 Jahren Latenz Asbestose, Lungen- und Rippenfellkrebs auslösen. Wird beschädigter, schwach gebundener Asbest ignoriert, setzt er fortlaufend Fasern frei und gefährdet alle Bewohner. Hinzu kommen rechtliche Folgen: Wer trotz Kenntnis nicht handelt, riskiert Haftung und Bußgelder, und beim Verkauf kann verschwiegener Asbest zu Schadenersatzforderungen führen. Eine frühzeitige, dokumentierte Sanierung ist fast immer günstiger und sicherer als das Risiko.
Welche Münchner Stadtteile sind besonders von Asbest betroffen?
Im Fokus steht der Sozialwohnungsbau der Baujahre 1955–1985. Neuperlach, am Hasenbergl und in Milbertshofen entstanden in dieser Zeit große Wohnsiedlungen, in denen Asbestzement, Bodenkleber, Spachtelmassen und Nachtspeicheröfen verbaut wurden. Auch in Moosach und Teilen von Schwabing-West findet sich Bausubstanz dieser Epoche. Wir kennen die typischen Baustoffe je Bauperiode und wissen, wo erfahrungsgemäß Asbest sitzt — das verkürzt die Suche und macht die Probennahme gezielter. Nennen Sie uns Adresse und Baujahr; wir schätzen das Risiko vorab ein.
Kostenlose Objektbesichtigung anfragen
Wir melden uns kurzfristig für eine unverbindliche Begehung mit Festpreis-Angebot. Bei akutem Verdacht auf schwach gebundenen Asbest (Dringlichkeitsstufe I) bitte direkt anrufen.